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RLW-A

RLW-A | Fügen von Kehlnähten mittels Remote-Laserschweißen

Fügen von Kehlnähten mittels Remote-Laserschweißen

Die Reduktion von CO2-Ausstoß ist in aller Munde. Um einen Beitrag zum reduzierten Energieverbrauch zu leisten, hat Scansonic eine entsprechende Produktionstechnik entwickelt, die das Laser-Kehlnahtschweißen im Fernfeld (Remote) ermöglicht.

Der eingesetzte Bearbeitungskopf gestattet es, die z. Z. überwiegend zum Einsatz kommenden Überlappschweißverbindungen, durch Kehlnähte zu ersetzen. Kehlnähte haben den Vorteil, dass Verbindungsflansche reduziert werden können, der Prozess auch ohne Nahtvorbereitung (Noppen) stabil ist und weniger Laserenergie für den gleichen Nahtquerschnitt benötigt wird.

So funktioniert's

Eine in den Bearbeitungskopf integrierte optische Nahtführung erkennt den Fügestoß und positioniert den Laserfokus vom Roboter autonom auf die Fügestelle. Durch den großen Arbeitsabstand können Spanner und Werkstückkonturen überfahren werden. Die notwendige Prozesszeit wird im Vergleich zu taktilen Systemen reduziert und ist nur wenig größer als bei klassischen Remote-Köpfen.

Das RLW-A-System kombiniert die optische Nahtführung mit hochdynamischen Scannerachsen. Dadurch wird der Einsatz des Remotefügens an verschiedenen Stoßgeometrien von 3D-Bauteilen ermöglicht. Während der Roboterbewegung vermisst das System den Fügestoß und steuert online die Scannerspiegel an. Die Position des Prozesses wird so konstant auf dem Fügestoß gehalten. Laserstrahl sowie Messlicht werden durch das gleiche optische System geleitet.

Vorteile

  • Das hochproduktive Fügen von Kehlnähten ermöglicht eine Reduzierung der Flanschlängen im Fahrzeugbau.
  • Die Material- und Gewichtseinsparung führt zu einer Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß.
  • Ein großer Arbeitsabstand ermöglicht das Überfahren von Spann- und Vorrichtungselementen im laufenden Prozess. Damit kann die Taktzeit im Vergleich zu taktilen Systemen erheblich verkürzt werden.
  • Plug & Play – Bearbeitungssystem, aufwendige Integration zu Roboterschnittstellen entfällt.
  • Hochdynamisches Nahtführungssystem ermöglicht eine zuverlässige Nahtfindung und Nahtverfolgung. Bauteil- und Vorrichtungstoleranzen werden zuverlässig ausgeglichen.
  • Über den Autofokus wird die gewünschte Spotgröße eingestellt und im Prozess anhand der Messwerte konstant gehalten.
  • Reduzierung der Verbrauchskosten für Druckluft, durch die Verwendung von kleinen Schutzgläsern (Post-Objektiv-Scanning) und dementsprechend kleinerem Crossjet.
  • Großer Arbeitsabstand verringert die Verschmutzung durch Prozessspritzer, Schmauch, etc.
  • Durch die Verwendung des Scansonic scapacs® Baukastens ist das System modular aufgebaut. Eine fast beliebige Anpassung von optischen Eigenschaften, Faserkopplungen, Feldbusschnittstellen usw. ist möglich.
  • Langlebiges und hochmodernes Gesamtkonzept mit robusten Komponenten, beginnend bei der Aktorik, über die Sensorik, bis hin zur feldbusbasierten Steuerung.
  • Hochgenaue Nahtführung koaxial mit dem Laserstrahl.
     

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Weitere Produktinformationen

Technische Daten

Versorgungsspannung400 V / 32 A (extern), 24 V / 55 A (intern)
Gewichtca. 25 kg
Arbeitswellenlänge1030 ... 1080 nm (Scheibenlaser bis Faserlaser)
Zulässige Laserleistungmax. 8 kW
Divergenzvollwinkel Φ; BPPΦ = 250 mrad (99% Leistungsinhalt); BPP ≤ 25 mm∙mrad
Aktuelle Abbildung1:2.9
FeldgrößeX = ± 32 mm / Y = ±16,5 mm / Z = ± 10 mm
Arbeitsabstandca. 280 mm, bei Brennweite f = 500 mm
Positioniergenauigkeit dynamischX = 0,1 mm / Y = 0,1 mm / Z = 0,5 mm