Taktile Nahtführung

Das Kardinalproblem des Laser- und Lichtbogenfügens

Wie sicher und genau muss der Bearbeitungskopf oder der Lichtbogenprozess über die Naht geführt werden? An dieser Frage entscheidet sich der Einsatz automatisierter Verfahren. Optische Sensoren geraten durch Störlicht oder durch Schwierigkeiten bei der Zugänglichkeit an ihre Grenzen. Komplizierte Arbeitpositionen und Abweichungen im Nahtverlauf können nicht oder nur mit Kompromissen bearbeitet werden. Beispiele sind das Arbeiten mit großem Vorlauf oder das separate Teachen des Bahnverlaufs.

Vor dem Hintergrund dieser konkreten Praxisprobleme haben wir eine zuverlässige Lösung entwickelt.

Taktile Nahtführung durch Zusatzdraht – Führen und Fügen in einem Punkt!

Unser patentiertes Verfahren basiert auf einem robusten Arbeitsprinzip: Der Zusatzdraht, der beim Fügen für die Nahtbildung benötigt wird, dient gleichzeitig als mechanischer Taster.

Kontinuierlich in den Fügestoß gedrückt und am Prozessort abgeschmolzen, positioniert und führt der Zusatzdraht den Prozess präzise über der Naht. Damit bildet der Zusatzdraht eine verschleißfreie, sich selbst erneuernde Führspitze - unmittelbar am Fokus des Lasers oder im Lichtbogen und das mit gleichbleibend hoher Genauigkeit.

Kein anderes Verfahren erzeugt derzeit Kehl- und Bördelnähte in vergleichbarer Qualität. Vor allem am Nahtende, bei Kurvenverläufen, an denen kein Vorlauf des Sensors zulässig ist, und bei Spaltüberbrückungen eröffnet unsere Lösung neue Möglichkeiten für Konstruktion und Verfahrensentwicklung.

Vorteile der taktilen Nahtführung

  • Kein Vorlauf, dadurch keine Vorlaufkompensation erforderlich
  • Tastvorgang resistent gegen Störfaktoren (Schmutz, Wärme)
  • Komplexe 3D-Nahtverläufe und kleinste Radien möglich
  • Taktzeiterhöhung durch gleichzeitiges Führen und Fügen
  • Autarkes System – kein Eingriff in die Steuerung der Führungsmaschine

 

Download der Nahtführbroschüre "Entdecke die Nahtführung"